
Tanja Hummel
Diplom-Psychologin
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Wir heilen nicht in Isolation, sondern in Gemeinschaft.“ – nach Annie Wright -
Die systemische Traumatherapie verbindet die Perspektiven der systemischen Arbeit mit traumasensiblen Methoden. Sie geht davon aus, dass belastende Erfahrungen nicht nur die einzelne Person betreffen, sondern oft auch das Beziehungsgefüge prägen, in dem sie entstanden sind oder weiterwirken – etwa in Familien, Partnerschaften oder über Generationen hinweg. Traumata können sich auf Rollenverteilungen, Kommunikationsmuster oder den Umgang mit Nähe und Distanz auswirken, oft ohne dass dies bewusst ist.
In der systemischen Traumatherapie wird daher sowohl die individuelle Verarbeitung belastender Erfahrungen unterstützt als auch der Blick auf die Systeme gerichtet, in denen ein Mensch lebt. Es wird geschaut, welche Muster sich möglicherweise als Reaktion auf frühere Belastungen entwickelt haben, welche Funktion sie hatten oder noch haben, und wie sie heute wirken.
Methodisch verbindet dieser Ansatz stabilisierende, körper- und nervensystemorientierte Elemente mit systemischen Techniken wie zirkulärem Fragen oder Genogrammarbeit. So entsteht ein Rahmen, der sowohl die persönliche Geschichte als auch die aktuellen Beziehungsdynamiken berücksichtigt – mit dem Ziel, mehr Sicherheit, Klarheit und neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.