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Klientinnen werden ihre typischen Beziehungsmuster im Mikrokosmos der Gruppe neu erschaffen. Darin liegt die eigentliche therapeutische Chance."
— Irvin D. Yalom -

Die systemische Gruppentherapie überträgt die Grundgedanken der systemischen Arbeit auf das Setting einer Gruppe. Während im Einzelsetting das persönliche System der Klientin im Mittelpunkt steht, wird die Gruppe selbst zu einem lebendigen System, in dem sich Beziehungsmuster, Rollen und Dynamiken unmittelbar zeigen und erfahrbar werden. Was im Alltag oft unbewusst bleibt, wird hier sichtbar und kann gemeinsam betrachtet werden.


In der Gruppe begegnen sich Frauen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, die dennoch oft ähnliche Muster in sich tragen – etwa in Bezug auf Beziehungen, Familie oder generationsübergreifende Themen. Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglicht es, eigene Muster im Spiegel der anderen zu erkennen, sich weniger allein mit bestimmten Erfahrungen zu fühlen und neue Sichtweisen zu gewinnen, die im Einzelgespräch oft nicht entstehen.


Methoden wie zirkuläres Fragen, Rollenarbeit, Aufstellungsarbeit oder Reflektierende Teams kommen auch in der Gruppe zum Einsatz, angepasst an die gemeinsame Dynamik. Die Gruppe selbst wird zur Ressource: Sie bietet Resonanz, Unterstützung und die Erfahrung, mit den eigenen Themen gesehen und verstanden zu werden.


Ziel ist es, sowohl persönliche Veränderung als auch ein gestärktes Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit zu ermöglichen.

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