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„Wenn du glaubst, du seist erleuchtet, dann verbringe eine Woche mit deiner Familie!“ 
- Ram Dass -

Die systemische Therapie geht davon aus, dass Menschen nicht losgelöst von ihrem Umfeld verstanden werden können. Probleme, Symptome oder Konflikte entstehen häufig im Zusammenspiel mit anderen – in der Familie, Partnerschaft, am Arbeitsplatz oder im sozialen Netzwerk. Statt nach „der einen Ursache“ oder „dem Schuldigen“ zu suchen, schaut die systemische Arbeit darauf, welche Beziehungsmuster, Rollenverteilungen und unbewussten Regeln in einem System wirken und wie sie aufrechterhalten werden.

Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass jedes Verhalten in seinem Kontext einen Sinn hat, auch wenn es von außen problematisch wirkt. Durch Methoden wie zirkuläres Fragen, Genogrammarbeit, Skulpturarbeit oder das Aufstellen von Systemen werden diese Muster sichtbar und besprechbar gemacht. Klientinnen werden dabei nicht als „krank“ oder „defizitär“ betrachtet, sondern als Expertinnen ihres eigenen Lebens, die über Ressourcen und Lösungskompetenzen verfügen, auch wenn diese aktuell verschüttet sind.

Ziel der systemischen Arbeit ist es, neue Perspektiven zu eröffnen, eingefahrene Muster zu lockern und Veränderungen anzuregen, die sich positiv auf das gesamte Beziehungsgefüge auswirken – oft mit überraschend nachhaltigen Effekten.

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