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„Selbst wenn unser Mitgefühl durch Angst und Trauma verloren geht, kann es wiedererweckt werden.“
- Jack Kornfield -

Traumatherapie richtet sich an Menschen, die belastende, überwältigende oder bedrohliche Erfahrungen gemacht haben – etwa Unfälle, Gewalt, Verlust, Vernachlässigung oder andere Ereignisse, die das eigene Sicherheitsgefühl erschüttert haben. Solche Erfahrungen können sich im Körper, im Nervensystem, in Gefühlen und im Verhalten festsetzen, oft auch dann, wenn das Ereignis selbst schon lange zurückliegt.


Typische Folgen sind etwa ständige Anspannung, Übererregung oder im Gegenteil emotionale Taubheit, Flashbacks, Vermeidungsverhalten, Schlafprobleme oder Schwierigkeiten in Beziehungen. Die Traumatherapie arbeitet behutsam und in einem Tempo, das die betroffene Person tragen kann. Im Vordergrund steht zunächst die Stabilisierung: Sicherheit herstellen, Ressourcen aktivieren und Werkzeuge zur Selbstregulation entwickeln, bevor – wenn überhaupt notwendig – belastende Erinnerungen genauer bearbeitet werden.


Wichtig ist dabei der Grundsatz „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“: Es geht nicht darum, alte Erlebnisse wieder und wieder zu durchleben, sondern darum, dem Nervensystem zu helfen, aus dem Überlebensmodus herauszufinden und wieder ins Gleichgewicht zu kommen. So können belastende Reaktionen nach und nach abklingen und ein Gefühl von innerer Sicherheit und Handlungsfähigkeit zurückkehren.

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