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Tanja Hummel
Diplom-Psychologin

"Trauma ist nicht das, was dir passiert. Trauma ist das, was in dir passiert als Ergebnis dessen, was mit dir passiert."
- Dr. Gabor Maté -
Compassionate Inquiry ist ein von Dr. Gabor Maté entwickelter Ansatz, der mit einfühlsamen, achtsamen Fragen arbeitet, um die unbewussten Überzeugungen, Emotionen und Körperempfindungen sichtbar zu machen, die hinter bestimmten Verhaltensweisen, Süchten, Beziehungsmustern oder emotionalem Leiden liegen. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass viele belastende Verhaltensweisen oder Symptome ursprünglich Bewältigungsstrategien waren – Versuche, mit Schmerz, Stress oder unerfüllten Bedürfnissen umzugehen, häufig entstanden in der frühen Kindheit.
Statt Symptome zu bewerten oder zu pathologisieren, wird in der Compassionate Inquiry erforscht, welche Funktion ein bestimmtes Muster einmal hatte und welche Erfahrungen damit zusammenhängen. Dabei wird besonders auf das, was im Moment des Gesprächs im Körper, in der Stimme, in der Mimik oder im emotionalen Ausdruck geschieht, geachtet – diese Signale gelten als wichtige Hinweise auf zugrunde liegende, oft unbewusste Themen.
Ziel ist es, mit mehr Mitgefühl auf sich selbst zu blicken, alte Überlebensstrategien zu erkennen und zu verstehen, warum sie einmal sinnvoll waren. Daraus kann mehr Klarheit, Selbstakzeptanz und die Möglichkeit entstehen, bewusster und freier zu handeln, statt automatisch in alten Mustern zu reagieren.